Workshops zur Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001
Praxisnahe Einführung eines EnMS für einen Produktionsstandort der chemischen IndustrieFür einen Standort im Bereich Herstellung sonstiger chemischer Erzeugnisse konzipierte und moderierte INOPCO praxisnahe Workshops zur Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001.
Der Anlass ergab sich aus dem Energieeffizienzgesetz: Aufgrund des Gesamtenergieverbrauchs war die Einführung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems erforderlich. Ziel war nicht nur die formale Normerfüllung, sondern der Aufbau eines wirksamen EnMS, das in die vorhandenen Managementsysteme ISO 9001 und ISO 14001 integriert werden kann.
ISO 50001 Projekt anfragen
Auslöser
Einführung eines Managementsystems nach § 8 EnEfG aufgrund des Gesamtendenergieverbrauchs.
Normbasis
DIN EN ISO 50001 mit PDCA-Zyklus, Energiepolitik, Energieplanung und fortlaufender Verbesserung.
Integration
Harmonisierung mit bestehenden Managementsystemen nach ISO 9001 und ISO 14001.
Standort
Produktion im Food- und Non-Food-Bereich mit regulatorischen Schnittstellen und Stadtwerke-Bezug.
Vom Kickoff zur umsetzbaren EnMS-Struktur
Nach einer GAP-Analyse wurde das Einführungsprojekt in aufeinander aufbauende Phasen gegliedert. Jeder Workshop verband Normanforderungen, Standortrealität und konkrete Arbeitsergebnisse.
Strategie und Verankerung
Kontext, Stakeholder, Chancen und Risiken, Anwendungsbereich, Energiepolitik und Verantwortlichkeiten.
Ist-Zustand Energiemanagement
Datenerhebung, Begehungen, Energieziele, energetische Bewertung und energetische Ausgangsbasis.
Soll-Zustand Energiemanagement
SEUs, EnPIs, Energieprogramm, Maßnahmenbewertung, Wirtschaftlichkeit und Mitarbeitenden-Sensibilisierung.
Bewertung und Überwachung
Überwachung, Messung, Analyse, Management Review, internes Audit und Vorbereitung der Zertifizierung.
Vier Phasen statt Einzelmaßnahmen
Das EnMS wurde als strukturiertes Einführungsprojekt aufgebautDie Workshopreihe wurde als Projektstruktur entwickelt: Zunächst wurden strategische Grundlagen, Verantwortlichkeiten, Kompetenzen, Rechtskataster, Energiepolitik und interne Kommunikation verankert. Danach folgten Ist-Aufnahme, energetische Bewertung und Energieziele.
Im nächsten Schritt wurden relevante Energieverbraucher, Energieleistungskennzahlen, Maßnahmen und Energieprogramm konkretisiert. Abschließend standen Management Review, internes Audit, Nichtkonformitäten, Korrekturmaßnahmen und die Vorbereitung auf die externe Zertifizierung im Fokus.
Fachliche Schwerpunkte der Einführung
Vom Energieverbrauch zur steuerbaren EnergieleistungEin Schwerpunkt lag auf der energetischen Bewertung: Daten wurden erhoben, bewertet und in eine Ausgangsbasis überführt. Daraus konnten Energieziele, relevante Energieverbraucher und Energieleistungskennzahlen abgeleitet werden.
Für die Bewertung der Energieleistung wurden methodische Ansätze wie Normalisierung und Regressionsanalyse berücksichtigt. Dadurch lassen sich Verbrauchsentwicklungen nicht nur absolut betrachten, sondern im Zusammenhang mit Einflussgrößen und Betriebsbedingungen bewerten.
- Energetische Bewertung und energetische Ausgangsbasis
- Definition relevanter Energieverbraucher und Energieleistungskennzahlen
- Maßnahmenprogramm mit Energiezielen und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
- Vorbereitung von Management Review, internem Audit und Zertifizierung
Ergebnis
Das Unternehmen erhielt eine strukturierte Grundlage für die Einführung des Energiemanagementsystems und die weitere Zertifizierungsvorbereitung.
- Workshopreihe zur Einführung eines EnMS nach DIN EN ISO 50001
- Harmonisierung mit ISO 9001 und ISO 14001 vorbereitet
- Energetische Bewertung, Ausgangsbasis, SEUs und EnPIs fachlich strukturiert
- Energieprogramm, Maßnahmenbewertung und Mitarbeitenden-Sensibilisierung aufgebaut
- Management Review, internes Audit und externe Zertifizierung vorbereitet